Sep 28 2016
Alsdorf

6 x 11 Jahre Festausschuss Alsdorfer Karneval

Veröffentlicht am von Birgit Becker-Mannheims


1950, Konrad Adenauer war Kanzler der noch jungen BRD, in der Wirtschaft ging es aufwärts, der Heimatfilm »Schwarzwaldmädel« wurde ein Kassenschlager, Uruguay wurde Fußballweltmeister und der VfB Stuttgart wurde Deutscher Meister. Stevie Wonder wurde geboren und Rudi Schurike sang »Florentinische Nächte«.

Auch in Alsdorf war in den Fünfziger Jahren schon einiges los. Das ehemalige Dorf wurde zur Stadt erhoben und der Steinkohlbergbau bestimmte und prägte über Jahrzehnte das Stadtbild.

Vor der Glück-Auf-Schranke musste man damals schon warten, wo bei der Autoverkehr früher eindeutig geringer war. Es ging aufwärts...

Den Menschen ging es wieder gut, auch in Alsdorf und es wurde wieder gefeiert. Viele entwickelten erneut Freude daran, den brachliegenden Karneval aufleben zulassen. Der ehemalige Gemeindedirektor Christian Berling und Dr. Helmut Eckert fanden mit Theodor Helpenstein den richtigen Mann in der Verwaltung, das Brauchtum Karneval innerhalb der Stadt bis ins kleinste Detail zu organisieren und dadurch das Niveau zusichern.

Theodor Helpenstein kam 1922 als Verwaltungsbeamter nach Alsdorf und engagierte sich stark im Alsdorfer Vereins- und Gemeinschaftsleben. Er war Vorsitzender des Alsdorfer Tennisclubs und der Alsdorfer Sportvereinigung (ASV). Mit den Mitgliedern des ASV gründete er 1949 die Burgwache. Die Gründung eines Festausschusses war das Ziel. Ausschließlich Männer, aus der Bevölkerung kamen in Betracht, dazu zählten Landwirte, Handwerker, Kaufleute, Beamte und Akademiker. 1950 wurde ein kleiner »elitärer« Männerzirkel, der sich hinter einen neuen Karneval stellte und ihn in Alsdorf hoffähig machen sollte, gegründet.

Zu den Elf Gründungsmitgliedern gehörten unter anderen: Studienrat Jaques Vomberg, Oberstudiendirektor Dr. Willibald Gebel, Kaufmann Georg Kling, Kaufmann Josef Zentis, Arzt Dr. Karl Boventer, Apotheker Fritz Küpper.

Ihr Zielbestand darin, für eine finanzielle Basis zu sorgen (Spenden wurden schon damals gerne angenommen), und besonders durch den Besuch der Veranstaltungen, für einen gewissen Rahmen zu sorgen. Diese »Herrengemeinschaft« traf sich regelmäßig im ehemaligen Casino Alsdorf und wurde in den kommenden Jahren durch viele neue Mitglieder, zu einer angesehenen »Herrenrunde«.

Lesen Sie weiter im Alsdorfer Stadtmagazin undsonst?!, Ausgabe 71 - Seite 42

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